So sieht's aus

Es ist nichts, wie es sein sollte, das ist die verstörende Wahrheit nach einer ausgesprochen unruhigen Nacht. Und der Vogel ist auch gestorben.
13.8.10 11:24


Hallo Welt.

(Ich mag ABC-Einträge.)

A)

Er ist ja erst fünfundzwanzig, er ist jung, jung, jung, aber sein Gesicht ist müde, und wenn all das stimmt, was er erzählt, oder wenn nur die Hälfte davon stimmt, dann hat er schon mehr getan und gesehen und erlebt, als ich vielleicht jemals werde, und wenn ebenfalls nur die Hälfte von dem stimmt, was in seinen Geschichten manchmal über ihn selbst durchblitzt, dann ist er in zehn Jahren vermutlich sowieso tot; und die Wahrheit ist, dass ich ihn abgestempelt und belächelt hätte, wenn ich ihn irgendwo auf der Straße gesehen hätte*), dabei ist er ein verdammt anständiger Kerl und nicht halb so dämlich wie seine Schirmmütze. Und ich hab ihn sehr gern.

B)

Ich kann für den Vogel nichts tun, er ist schon halb gestorben und kriegt nur noch ein Auge auf, kann auch nur noch einen Flügel bewegen, aber da im Regen sitzen lassen kann ich ihn schon gar nicht, in einer Pfütze liegt er und zuckt ein bisschen, und sein Herz rast, als ich ihn aufhebe; sein letztes bisschen Kraft wendet er auf für Todesangst und einen verzweifelten Fluchtversuch, bis er das auch aufgibt, und jetzt steckt er in einem leeren Kaninchenkäfig, liegt auf der Seite und rührt sich nicht, bis er durch ein Geräusch aufgeschreckt wird - dann fängt der eine Flügel wild an zu flattern, schiebt das gequälte Tier auf derart schmerzhafte Weise durch den Käfig, dass ich es nicht fertigbringe, länger im Zimmer zu bleiben, ich wüsste ja sowieso nicht, was tun für ihn - und jetzt weiß ich immer noch nicht, soll ich ihn da oben in Ruhe sterben lassen, soll ich versuchen, ihn wieder hinzukriegen, obwohl es so hoffnungslos aussieht und ich nichtmal weiß, was für ein Vogel dieses schäbige Ding eigentlich ist und was er somit fressen könnte? Was mach ich mit ihm??

C)

Und alles in allem ist die Welt heute so nüchtern und realistisch und überhaupt nicht hübsch - aber vielleicht ein bisschen echter als sonst.

 

*) das heißt, ohne, dass er mich angesprochen hätte, mind you

12.8.10 20:00


13 Días (Fuera de Tí)

A)

Woher zur Hölle nehme ich eigentlich die Anmaßung, etwas Besonderes zu sein, mit welchem Recht halte ich mich für besser als so viele andere, und mit welchem mache ich überhaupt Menschen zu "den anderen", zu denen, die ich nicht mag, weil ich sie dumm und unbelehrbar und ignorant finde? Ich tu das alles und finde doch, ich sollte nicht, aber - I do, I do, every time I see them I just can't help it, weil es so einfach ist, so naheliegend, und weil ich sie so unerträglich finde.

 

B)

Woran ich nicht denken darf und soll und will - was mich nicht daran hindert, es zu tun -, ist, dass ich nicht die Erste bin und dass all das schon einmal da war und dass du so vieles schon kennst, was ich zum ersten Mal sehe, und natürlich weiß ich, dass es dumm ist, mich deshalb eher wie die Übertragung eines Fußballspiels zu fühlen als wie das Spiel selbst, aber ein Teil von mir hört nicht auf mich und tut das trotzdem.

Was vielleicht auch nicht sehr klug ist, ist, das hier zu schreiben, aber

 

C)

... ich hab beschlossen, dass das mein Blog ist und so lang wie möglich bleibt und alle, die mitlesen, sind herzlich dazu eingeladen, damit weiterzumachen. Cheers.

 

11.8.10 14:29


It's oh so quiet

Heute wache ich auf und der Tag breitet sich vor mir aus wie eine Hügellandschaft bei Sonnenaufgang: weich sonnig leer, was ich genieße, und vor allem genieße ich "leer", weil es gut tut, wieder nur für mich zu sein - dabei muss ich zugeben, dass ich schon den ganzen Tag den Pullover anhabe, der noch nach dir riecht, aber ich bin ganz ruhig.
9.8.10 13:14


Note: Aber.

Eh, wir haben diese Sommernächte verpasst, die wir irgendwann mal vorhatten.

Sind Herbstnächte genauso gut? Sind Stadtnächte echte Nächte? Sind Nächte überhaupt irgendwie wichtig? O well.

8.8.10 16:21


... and so peaceful until

Oh, es ist gut und schlecht zusammen, jetzt wieder allein zu sein - in mir geht so viel durcheinander, dass ich nichts davon benennen könnte, es ist, als wäre er schon ewig wieder fort oder auch gerade erst angekommen, es ist alles grade erst passiert und dabei so vorbei - alles noch frisch, neu, jung, Erinnerungen, die noch feucht sind, mit großen Augen und klopfendem Herzen auf der Seite liegen und noch gar nicht wissen, wie das nun eigentlich alles passiert ist, wie all das sein kann, was es ist, und was es eigentlich ist, und sie sind so ungelenk beim Aufspringen.
8.8.10 16:12


Note:

Ich hab so Hunger. Freiburg ist dran schuld, und wenn ich nicht in die Stadt mit den Bächen im Pflaster und den vielen kleinen Läden kann, dann hab ich überhaupt keine Lust mehr, zu studieren! So ist das.
27.7.10 19:04


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